Schriftarten für Lasergravur: Die 10 besten Fonts + Tipps
Viele Gravuren wirken nur so gut wie die verwendete Schrift. Zu dünn, zu verspielt oder schlecht lesbar – und das Ergebnis leidet. In diesem Guide findest du 10 kostenlose Schriftarten für Lasergravur mit Direktlinks zu Google Fonts und praktische Tipps, worauf du bei Holz, Tassen, Metall & Co. achten solltest.
Damit eine Schrift beim Lasern sauber aussieht, braucht sie vor allem klare Konturen. Entscheidend sind Strichstärke, Lesbarkeit und die Frage, ob feine Details beim Material und Ihrer Laser-Einstellung bestehen bleiben.
- Strichstärke: Zu dünne Linien brechen schnell weg (besonders bei Holzfasern).
- Lesbarkeit: Gerade bei kleinen Größen sind klare Formen wichtiger als Deko.
- Kontrast & Details: Sehr feine Schnörkel „laufen zu“ oder verschwinden.
- Material-Passform: Holz verzeiht weniger Details als Metall; Glas ist oft „zickig“ bei filigranen Schriftarten.
- Roboto (Allrounder mit vielen Schnitten)
- Lato (klar, freundlich, sehr robust)
- Bebas Neue (Bold, plakativ, Statement-Schrift)
- Playfair Display (edel, Serif, Hochzeit/Anlass)
- Cinzel (klassisch, römisch, hochwertig)
- Dancing Script (scriptig, aber noch relativ gut lesbar)
- Great Vibes (romantisch, geschwungen)
- Pacifico (locker, handgeschrieben, freundlich)
- Allerta Stencil (Stencil/Schablone für Laserschnitt)
- Sacramento (Locker, kalligrafisch inspiriert)
Einsatz:
Universal – Holz, Metall, Glas (je nach Motivgröße)
Warum gut:
Viele Schnitte (Regular, Bold, Italic), flexibel für Layouts und Produktvarianten.
Meine Erfahrung:
Perfekt um flexibel zu sein mit Stärke, kursiv usw. – mein Standard-Font, wenn Kunden unsicher sind.
Einsatz:
Werbegeschenke, Schilder, Holzprodukte, Tassen
Warum gut:
Sehr gutmütig beim Lasern, hohe Lesbarkeit, wirkt neutral aber hochwertig.
Meine Erfahrung:
Top für Serien und Logos – kaum Ausfälle, selbst bei kleineren Größen.
Einsatz:
Schilder, große Schriftzüge, Statement-Produkte, Werkstatt/Industrial
Warum gut:
Schlank, kräftig, auffällig – wirkt bei großen Motiven extrem stark.
Meine Erfahrung:
Wenn es ‚knallen‘ soll: kurze Wörter/Claims auf Holzschildern – super Wirkung.
Einsatz:
Geschenkboxen, Hochzeitsdeko, Holztafeln, edle Metallgravuren
Warum gut:
Elegante Serif-Ästhetik – wirkt „premium“, solange die Größe nicht zu klein wird.
Meine Erfahrung:
Für edle Namen/Datum-Kombis. Auf Holz lieber nicht zu klein setzen.
Einsatz:
Schilder, Embleme, Metallplatten, Holzschilder
Warum gut:
Wirkt stabil, traditionell und hochwertig – sehr passend für „gravierte“ Optik.
Meine Erfahrung:
Für Schilder/Metall richtig stark – sieht sofort nach ‚echter Gravur‘ aus.
Einsatz:
Deko, Holztafeln, Geschenkartikel, Tassen (mittelgroß)
Warum gut:
Verspielter Charakter, oft gut lesbar – besser als viele „ultra-schnörkelige“ Scripts.
Funktioniert auch mit nur Großbuchstaben.
Meine Erfahrung:
Guter Kompromiss für Kunden, die eine Handschrift wollen, aber es muss noch lesbar bleiben.
Einsatz:
Namen, Hochzeit, Gläser, Deko (nicht zu klein!)
Warum gut:
Sehr beliebt – wirkt edel und emotional, braucht aber ausreichend Größe.
Meine Erfahrung:
Mega für Hochzeiten – aber nicht unter 5mm, sonst verlieren sich die Feinheiten.
Leider nicht die Beste Wahl für nur Großbuchstaben.
Einsatz:
Schulanfang, Geschenke, Freizeitprodukte, Tassen
Warum gut:
Sympathischer Handlettering-Look, wirkt „nahbar“ und modern.
Meine Erfahrung:
Geeignet zum Schulanfang auf Holz – Namen + Datum wirken damit richtig freundlich.
Einsatz:
Holzausschnitt, Schablonen-Look, Durchbrüche, Schablonen
Warum gut:
Die Stege halten Innenflächen, ideal für Laserschnitt statt „nur“ Gravur.
Meine Erfahrung:
Stencil-Schrift für Holzausschnitt mit Laser – perfekt, wenn Buchstaben ‚stehen bleiben‘ müssen.
Einsatz:
Tassen, Holz und Edelstahl
Warum gut:
Elegant und fließend – sehr gut für dekorative Namensgravuren, besonders auf glatten Materialien. In kleinen Größen oder auf rauen Oberflächen verlieren die dünnen Linien schnell Details.
Meine Erfahrung:
Aktuell eine sehr oft von den Kunden verwendete Schriftart für Tassen.
Die kleinste sinnvolle Schriftgröße hängt stark von Material, Laser, Fokus und Motiv ab. Als grobe Orientierung:
- Holz: eher ab ca. 2,5–3,0 mm Schrift-Höhe (bei sehr klaren Sans-Fonts ggf. kleiner)
- Metall/Edelstahl: oft ab ca. 1,5–2,0 mm möglich
- Glas: besser nicht zu klein, da feine Details schnell ausfransen
Wenn Sie unsicher sind: Ein kurzer Test mit 2–3 Größen (zB 2 mm, 3 mm, 4 mm) spart spätere Reklamationen.
Tattoo-Schriften sehen auf der Haut oft gut aus, sind aber für Gravuren nicht automatisch geeignet.
Besonders „ultra-verschnörkelte“ Schriften verlieren beim Lasern schnell Details.
Wenn du Tattoo-Look willst, nimm lieber gut lesbare Script-Fonts und setze sie ausreichend groß.
- Zu feine Linien (Details verschwinden oder werden unsauber)
- Zu kleine Schrift (Lesbarkeit leidet, besonders auf Holz)
- Zu hoher Detailgrad bei Script-Fonts (Schleifen laufen zu)
- Keine Materialanpassung (Holz ≠ Metall ≠ Glas)
- nur Großbuchstaben in einer nicht "passenden" Schriftart
Wenn du Ihre Wunschschrift direkt auf einem Produkt sehen möchten, nutzen Sie den Online-Designer.
So siehst du sofort, wie Textlänge, Zeilenumbrüche und Schriftwirkung zusammenpassen.
Teste verschiedene Schriften und Größen aus.
Mein Name ist Stefan Serrer, bin Jahrgang 1978 und graviere seit 2007 mit Lasermaschinen.
Ich bin Inhaber von Laser Tattoo - exklusive Lasergravuren e.K., besitze aktuell sieben HighTech Lasermaschinen der Firma Trotec Laser und ACI
Wir gravieren jährlich über 100.000 Einheiten und haben quasi schon alles in der Maschine gehabt und versucht zu lasern.
Ich war einer der ersten deutschlandweit, wo die Art und Weise der heutigen Gravuren online angeboten hat.
Hier möchte ich mein Wissen aus über 17 Jahren mit euch teilen.