Ein Buchstabe zu viel. Und jetzt?
Was sich an einer Gravur noch retten lässt und was endgültig ist.
Die Frage kommt bei uns in zwei Varianten. Entweder ist im Text ein Buchstabe zu viel gelandet. Oder der Name auf dem Geschenk gehört zu jemandem, mit dem man nichts mehr zu tun haben will.
Beides endet bei derselben Mail: „Kann man das wieder wegmachen?“
Die kurze Antwort ist meistens nein, und das hat einen einfachen Grund. Eine Gravur liegt nicht auf dem Material, sie ist das Material. Bei einem Aufdruck sitzt Farbe oben drauf, die kann man abbeizen. Beim Lasern kommt nichts dazu, es geht etwas weg.
Material für Material:
Anlassgravur auf Edelstahl: geht mit Politur fast rückstandslos weg.
Tiefengravur in Metall: machbar, aber die Stelle bleibt sichtbar.
Eloxiertes Aluminium, also AirPods, MacBook, Trinkflaschen: endgültig.
Holz, Glas, Leder, Acryl: bleibt drauf.
Bei genau einem dieser Fälle würde Stefan sagen: ja, das kriegen wir weg.
Deswegen reden wir mit Kunden auch selten übers Entfernen, sondern übers Weiterarbeiten. Ein falscher Buchstabe lässt sich in ein Ornament einbauen. Ein störender Name in einem größeren Muster auflösen. Und bei kleineren Artikeln ist ein neues Teil oft günstiger als zwei Stunden Handarbeit am alten.
Die häufigste Rettung in der Werkstatt ist trotzdem eine andere. Sie kostet nichts, dauert keine Sekunde und steht im Beitrag.
Alle Materialien im Detail, die vier Wege aus einer missglückten Gravur und die Checkliste, mit der es gar nicht erst passiert.
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Lies den Namen einmal laut vor, bevor du bestellst.
Diese eine Minute ist die ganze Miete.
Julia
von Laser Tattoo · aus der Werkstatt Rain